Abacavir und das HLA-B*5701-Gen
Das individuelle Nebenwirkungsrisiko bei einer Therapie mit Abacavir lässt sich teilweise durch genetische Unterschiede erklären. Man weiß zum Beispiel, dass Mutationen im HLA-B*5701-Gen mitverantwortlich sein können.
Bei Menschen mit einer HLA-B*5701-Mutation ist das Risiko schwerer Nebenwirkungen infolge einer Behandlung mit Abacavir stark erhöht. Studien weisen aus, dass bei 48 bis 61 % aller Menschen mit einer HLA-B*5701-Mutation Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Bei Menschen ohne diese Mutation treten so gut wie keine Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Milde Nebenwirkungen können bei beiden Genotypen vorkommen.
Eine HLA-B*5701-Mutation kommt bei ungefähr 4 bis 5 % der europäischen Bevölkerung vor, in China und Japan bei 0 bis 2,5 % der Bevölkerung und in Indien bei 5 bis 20 %. Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Abacavir besonders achtsam zu sein.
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