Tegafur ist selbst kein Wirkstoff, wird aber im Körper in den Wirkstoff Fluorouracil umgesetzt. Fluorouracil ist ein so genanntes Zytostatikum, ein Mittel zur Hemmung des Zellwachstums und der Zellteilung. Tegafur wird zur Behandlung von fortgeschrittenem Magenkrebs eingesetzt, meist in Kombination mit Gimeracil und Oteracil. Gimeracil verzögert den Abbau von Fluorouracil, sodass dieses länger wirkt. Oteracil bewirkt eine Verminderung der Nebenwirkungen.
Tegafur und der Sinn einer DNA-Analyse
Die Geschwindigkeit, mit der Tegafur im Körper verarbeitet wird, ist individuell unterschiedlich. Dies hat zur Folge, dass Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Tegafur sich zum Teil anhand der Gene vorhersagen lassen. Eine DNA-Analyse kann darum ein wichtiges Hilfsmittel zur Optimierung der medikamentösen Therapie sein.
Tegafur und das Enzym DPD
Nach seiner Umsetzung in den Wirkstoff Fluorouracil wird Tegafur in erheblichem Maße durch das Enzym DPD verarbeitet. Je nach genetischer Veranlagung kann die Aktivität dieses Enzyms sehr unterschiedlich sein, wodurch auch die Wirkung von Tegafur individuell verschieden sein kann.
Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Tegafur besonders achtsam zu sein.
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Auch bekannt als
Teysuno, Ai Yi, ESUEEW AN T, Fimer, Ftorafur, Furil, Futraful, Icarus, Lunacin, NKS-1 T, Qi Xing, S-1 Sterozine, Tefudex, Tegacin, Tegracil, Teroful, TS-1, TS-ONE, UFT, Ufur, Unitoral, Utefos