Phenytoin oder Diphenylhydantoin ist sowohl ein Antikonvulsivum als ein den Herzrhythmus stabilisierendes Mittel aus der Gruppe der so genannten Klasse-1C-Antiarrhythmika (Natriumkanalblocker). Es beruhigt überaktive Nerven im Gehirn und den Herzschlag. Das Mittel wird bei Epilepsie und Herzrhythmusstörungen verschrieben.
Phenytoin und der Sinn einer DNA-Analyse
Die Geschwindigkeit, mit der Phenytoin im Körper verarbeitet wird, ist individuell unterschiedlich. Dies hat zur Folge, dass Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Phenytoin sich zum Teil anhand der Gene vorhersagen lassen. Eine vorbeugende DNA-Analyse kann darum ein wichtiges Hilfsmittel zur Optimierung der medikamentösen Therapie sein.
Phenytoin und das Enzym CYP2C9
Phenytoin wird in erheblichem Maße durch das Enzym CYP2C9 verarbeitet. Je nach genetischer Veranlagung kann die Aktivität dieses Enzyms sehr unterschiedlich sein, wodurch auch die Wirkung von Phenytoin individuell verschieden sein kann.
Auch Mutationen im HLA-B*1502-Gen können für eine Überempfindlichkeitsreaktion auf eine Behandlung mit Phenytoin verantwortlich sein.
Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Phenytoin besonders achtsam zu sein.
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Auch bekannt als
Fenytoïne suspensie FNA, Diphantoïne-Z, Epanutin, Diphantoïne, Diphenylhydantoin, Fenitoina, Phentytoin, Phenytoine, Phenytoinum, Epanutin, Eptoin, Dilantin