Nortriptylin ist ein Antidepressivum aus der Klasse der so genannten trizyklischen Antidepressiva (TZA). TZA blockieren die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin in das Gehirn. Es handelt sich hierbei um ältere, aber effektive Mittel, die weniger selektiv sind als neuere Wiederaufnahmehemmer wie zum Beispiel SSRI. Nortriptylin wird bei Depressionen und Nervenschmerzen verschrieben sowie als Hilfsmittel, um mit dem Rauchen aufzuhören.
Nortriptylin und der Sinn einer DNA-Analyse
Die Geschwindigkeit, mit der Nortriptylin im Körper verarbeitet wird, ist individuell unterschiedlich. Dies hat zur Folge, dass Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Nortriptylin sich zum Teil anhand der Gene vorhersagen lassen. Eine vorbeugende DNA-Analyse kann darum ein wichtiges Hilfsmittel zur Optimierung der medikamentösen Therapie sein.
Nortriptylin und das Enzym CYP2D6
Nortriptylin wird in erheblichem Maße durch das Enzym CYP2D6 verarbeitet. Je nach genetischer Veranlagung kann die Aktivität dieses Enzyms sehr unterschiedlich sein, wodurch auch die Wirkung von Nortriptylin individuell verschieden sein kann. Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Nortriptylin besonders achtsam zu sein.
*Auch das Enzym CYP2C19 spielt eine (begrenzte) Rolle bei der Verarbeitung von Nortriptylin. Es wurden jedoch keine konkreten Richtlinien auf der Grundlage dieses Enzym formuliert.
Lesen Sie mehr über CYP2D6-Enzym »
Auch bekannt als
Ateben, Avantyl, Demethylamitriptyline, Desmethylamitriptyline, Noritren, Nortriptyline, Psychostyl, Sensaval, Aventyl, Norventyl, Pamelor, Allegron, Norpress, Nortrilen, Sensoval