Methotrexat und das Enzym MTHFR
Methotrexat beeinflusst den Folsäuremetabolismus. Die Ursache dafür ist, dass polyglutaminiertes Methotrexat (ein Umsetzungsprodukt) die Wirkung zweier am Folsäurezyklus beteiligter Enzyme (Dihydrofolatreduktase und Thymidylatsynthase) unterdrückt.
Außer durch Methotrexat wird der Folsäuremetabolismus auch durch das MTHFR-Enzym beeinflusst. Dadurch könnten genetische Variationen, die eine verminderte Aktivität des MTHFR-Enzyms verursachen, sich auf die Wirksamkeit und Giftigkeit von Methotrexat auswirken. Die Giftigkeit von Methotrexat lässt sich übrigens durch Einnahme von Folinsäure verringern. Dies ist in der täglichen Praxis normalerweise auch üblich.
Je nach genetischer Veranlagung kann die Aktivität des MTHFR-Enzyms sehr unterschiedlich sein, wodurch auch die Wirkung von Methotrexat sowie das Nebenwirkungsrisiko individuell verschieden sein können. Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Methotrexat besonders wachsam zu sein.