Flucloxacillin ist ein so genanntes Schmalbandantibiotikum aus der Klasse der Penicilline. Es wird zur Behandlung von Infektionen durch eine bestimmte Gruppe von (grampositiven) Bakterien verwendet. Einige Beispiele sind Hautinfektionen wie Borkenflechte, Furunkel, Wundrose, entzündliches Ekzem und Entzündungen im äußeren Gehörgang.
Flucloxacillin und der Sinn einer DNA-Analyse
Manchmal treten bei Einnahme von Flucloxacillin milde Nebenwirkungen auf, zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Hautausschlag. Diese sind meist nicht schwerwiegend und vorübergehender Art. Es gibt aber auch ein sehr geringes, individuell unterschiedliches Risiko schwerer Nebenwirkungen in Form von Leberschäden. Die Höhe dieses Risikos lässt sich zum Teil anhand der Gene vorhersagen. Eine vorbeugende DNA-Analyse kann darum ein wichtiges Hilfsmittel zur Optimierung der medikamentösen Therapie sein.
Flucloxacillin und das HLA-B*5701-Gen
Das individuelle Nebenwirkungsrisiko bei einer Therapie mit Flucloxacillin lässt sich teilweise durch genetische Unterschiede erklären. Man weiß zum Beispiel, dass Mutationen im HLA-B*5701-Gen mitverantwortlich sein können.
Bei Menschen mit einer HLA-B*5701-Mutation ist das Risiko schwerer Leberschäden höher als normal. Das absolute Risiko, tatsächlich Leberschäden zu bekommen, ist immer noch sehr gering: Bei jedem fünfhundertsten bis tausendsten Träger der Mutation kommt es tatsächlich zu Leberschäden.
Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Flucloxacillin besonders achtsam zu sein.
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Auch bekannt als
Floxapen, Flopen, Staphylex, Softapen, Flubex, Flupen