Efavirenz ist ein Medikament zur Hemmung der Virusvermehrung. Es wird zur Behandlung einer HIV-Infektion und bei Aids eingesetzt. Zur Behandlung des HIV-Virus wird übrigens immer eine Kombination aus mehreren Mitteln verwendet.
Efavirenz und der Sinn einer DNA-Analyse
Im Normalfall hat Efavirenz relativ milde Nebenwirkungen, zum Beispiel Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Angst und Depression.
Bei ungefähr 1 % aller Menschen verursacht eine Behandlung mit Efavirenz jedoch schwere Nebenwirkungen, zusammenfassend als Überempfindlichkeitsreaktionen bezeichnet. Diese können lebensbedrohend sein.
Das Risiko von Nebenwirkungen lässt sich zum Teil anhand der Gene vorhersagen. Eine vorbeugende DNA-Analyse kann darum ein wichtiges Hilfsmittel zur Optimierung der medikamentösen Therapie sein.
Efavirenz und das Enzym CYP2B6
Efavirenz wird hauptsächlich durch das Enzym CYP2B6 im Körper verarbeitet. Je nach genetischer Veranlagung kann die Aktivität dieses Enzyms sehr unterschiedlich sein, wodurch auch die Wirkung von Efavirenz und das Risiko von Nebenwirkungen individuell verschieden sein können.
Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Efavirenz besonders achtsam zu sein.
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Auch bekannt als
Stocrin, Atripla, Efavirenz/Emtricitabine/Tenofovir