Allopurinol ist ein Enzymhemmer, der die Harnsäure im Blut reduziert, indem er die Umwandlung von Purin in Harnsäure hemmt. Wenn die Harnsäurekonzentration im Blut zu hoch ist, bilden sich Kristalle in Gelenken und Nieren. Es kann auch zu Knoten in der Haut kommen.
Allopurinol wird bei Gicht, Nierensteinen, Nierenerkrankungen und bestimmten Stoffwechselerkrankungen eingesetzt. Es wird auch bei Krebserkrankungen eingesetzt, bei denen als Nebenwirkung einer Chemotherapie große Mengen Harnsäure produziert werden können.
Allopurinol und der Sinn einer DNA-Analyse
Die Geschwindigkeit, mit der Harnsäure durch deinen Körper ausgeschieden wird, ist individuell unterschiedlich. Dies hat zur Folge, dass Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Allopurinol sich zum Teil anhand der Gene vorhersagen lassen. Eine vorbeugende DNA-Analyse kann darum ein wichtiges Hilfsmittel zur Optimierung der medikamentösen Therapie sein.
Allopurinol und das Transportprotein ABCG2
Harnsäure ist ein schädliches Abbauprodukt, das mithilfe des Transportproteins ABCG2 aus dem Körper entfernt wird. Allopurinol wird zur Senkung der Harnsäurekonzentration eingesetzt.
Je nach genetischer Veranlagung kann die Aktivität des ABCG2-Transportproteins erheblich variieren, wodurch die Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen von Allopurinol individuell verschieden sein können. Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Allopurinol besonders achtsam zu sein.
Bitte beachten Sie: Mutationen im HLA-B*5801-Gen können das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen von Allopurinol erhöhen. Diese werden jedoch nicht erfasst. Das HLA-B*5801-Allel tritt bei 1–2 % der Europäer und Japaner auf, während die Prävalenz unter Han-Chinesen bis zu 20 % betragen kann.
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Auch bekannt als
Zyloric, Acepurin